24
Apr
2008
Unser Hindukusch
Junge, zwischen deinen Beinen
liegen ein paar Mienen
Aber nein, du musst nicht weinen
Dafür gibt es Schienen
Bums, da ist er ab der Fuß
Hüpf' nach Hause, Kleiner
Und bestelle einen Gruß
oder ist da keiner?
Texte von Björn Ziegert
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Die Kommentare werden zusammen mit den Einträgen vom Deutschen Literaturarchiv Marbach archiviert .
Günter am 25.04.08 6:30 | Antworten
Leider ist dieses Gedicht auch im 21 Jahrhundert aktuell
bruemmer am 25.04.08 10:12 | Antworten
New York Times von heute: British Group Clears Mines Of Kabul War.
LadyArt am 25.04.08 12:49 | Antworten
Those land mines!!!
Oh, no!
What a horror.
Ihhhhhhh!
Da mache ich eine
entsetzte Miene
beim Anblick
solcher Mine!!!
Ihhhhhhh!
What a horror.
Oh, no!
Those land mines!!!
Claudia Jo. am 25.04.08 23:12 | Antworten
Kindheit noch
das Lachen eben
Grausamkeit
lag dicht daneben:
gezeichnet
versehrt
vom Krieg verzehrt!
Dresi am 26.04.08 10:45 | Antworten
Gänsehaut.
Ich fühle mich nicht so, als sollte ich hier noch etwas dazudichten.
Bravo.
SuMuze am 26.04.08 19:02 | Antworten
Wie das (english) Sprichwort sagt:
des Anderen Gras kommt immer teuer!
Barbara am 26.04.08 22:47 | Antworten
Boah. Heftig. Treffend. Hart und ehrlich. Wie so oft.
LG
Barbara
Fabian am 27.04.08 0:01 | Antworten
Ich verbeuge mich tief vor Dir, lieber Björn!! Unbeschreiblich gut!!
hebamme am 28.04.08 10:53 | Antworten
Sehr zynisch [...] tja, die Welt ist nun mal grausam.
lyriksplitter am 29.04.08 18:19 | Antworten
Ein treffendes Gedicht! Wie schon gesagt, hart, ehrlich, provokant ... und grausam, dass dies Alltag ist in anderen Ländern.
Weiter so!
LadyArt am 30.04.08 10:17 | Antworten
Februar 08, aus anderer Perspektive:
nachrichten - news (non-haiku)
plötzlich die ahnung:
angstvoll setzt du die schritte
die pfade vermint.
there’s a foreboding:
fearfully setting your steps
mines everywhere.
...natürlich nur virtuelle Minen auf dem Pfad der Irrationalität angesichts des Ungleichgewichts der weltpolitischen Lage (e.g.: Enduring Freedom!) -
wir laufen auf Eierschalen, 65 Jahre Frieden - eine unglaublich lange Zeit, meine Eltern durften zwei Kriege erleben/erleiden...
Lieber Bjoern, hast du die Geschichte von den afghanischen Äpfelchen gehört, die ins Feld geworfen werden um zu testen ob es minenfrei ist?
Wer wirft, wer liebt Äfpelchen?
Schaurig -
step am 30.04.08 15:51 | Antworten
"When too perfect,
lieber Gott böse."
NAM JUNE PAIK
O. Ekdahl am 1.05.08 0:42 | Antworten
Mokkadem hatte dieses Gedicht als lustigen Kinderreim angelegt - aber an Euren Reaktionen sehe ich, daß dieser Plan gründlich schief gelaufen ist.
Zu den offenen Fragen: Das mit der Lageverschiebung der Mienen hört sich schlimm an. Ich dachte die fehlenden Pläne seien das Problem. Das also auch noch.
Und den 'afghanischen Boskoop-Wurf' stelle ich mir nicht sehr wirksam vor. Das ist also die effektive Mienenräumung in unserem Hindukusch? Äpfel? Bedenklich.
Die Herausgeber waren geneigt, allen ein Geschenk des Tages zukommen zu lassen. Aber der Kioskverkäufer sagte, die Regel müsse eingehalten werden. Daher geht an die Dichter ein schicker Sportanzug für die Mienensaison.
Danke für alle Kommentare. Was Ihr schreibt, zeigt viel Mitgefühl.
Ich habe vorläufig die Nase gestrichen voll von diesen asiatischen Internetcafés. Takahashi ist offensichtlich wahnsinnig. Und es ist mir endlich gelungen, zu fliehen. Jetzt sitze ich allerdings fest in diesem chinesischen Kaff. Sehr seltsam hier. Busse kommen an, und laden neue Arbeiter aus. Aber niemand darf wieder weg! Telefone gibt es eine Menge - allerdings alle kaputt. Muss mal sehen - vielleicht kann ich einen Busfahrer bestechen. Und dann nichts wie weg aus diesem Guiyu.